Vergangene Veranstaltungen

Sommersemester 2021: Das zweite Public Transport Lab!
Öffentliche Ringvorlesung „Public Transport Lab – Nahverkehr und Verkehrswende nach Corona“

Der Nahverkehr wurde durch die Pandemie schwer getroffen und sieht sich nun großen Herausforderungen gegenüber. Wie kann diesen am besten begegnet werden? Wo bestehen die Chancen für Nahverkehr und Verkehrswende? Wie können Fahrgäste wiedergewonnen und die dringend notwendige Verkehrswende gleichzeitig vorgetrieben werden? Die Pandemie hat gezeigt, dass ein „Weiter So“ und Aussitzen von Problemen, diese nur verschärft. 
Unter dem Titel „Nahverkehr und Verkehrswende nach Corona“ laden wir im Sommersemester 2021 zum zweiten Public Transport Lab an der Universität Bremen in Form einer digitalen Ringvorlesung ein. Gemeinsam mit Expert*innen aus den verschiedensten Bereichen wollen wir dieses Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und diskutieren. Jede Woche begrüßen wir andere Referierende, hören Neues und Spannendes und kommen anschließend ins Gespräch miteinander. Am Ende des Semester möchten wir in Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl in zwei Podiumsdiskussionen Vertreter*innen von NGOs und Vertreter*innen der demokratischen Parteien zu Wort kommen lassen. Unsere Ringvorlesung ist auch offen für Studierende der Hochschule Bremen und der Hochschule für Künste sowie die allgemeine Öffentlichkeit. Studierende können im Rahmen dieser Veranstaltung eine Projektarbeit erstellen, für die es drei unbenotete Creditpoints gibt. Der Rahmen dafür muss bis 3.5 in Absprache angemeldet sein.
Das Ringvorlesung findet jeden Mittwochabend von 18-20 Uhr statt.


vergangene Veranstaltungen (Podiumsdiskussionen):

(13) 07.07.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr PODIUMSDISKUSSION
Die Verkehrswende und die Bundestagswahl I: Forderungen aus Verbänden und Bewegungen an die künftige Bundesregierung
mit
Isabell Eberlein von changing cities
Philipp Kosok von Agora Verkehrswende
Helena Marschall von Fridays for Future
Kerstin Haarmann vom Verkehrsclub Deutschland
Wolfgang Geißler von Einfach Einsteigen

Podiumsdiskussion nochmal ansehen.

(14) 14.07.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr PODIUMSDISKUSSION
Die Verkehrswende und die Bundestagswahl II: Pläne und Programme der Parteien
mit
Sabine Leidig (Die Linke)
Daniela Kluckert (FDP)
Stefan Gelbhaar (Bündnis 90/Die Grünen)
Sarah Ryglewski (SPD)
Michael Jonitz (CDU)

Podiumsdiskussion nochmal ansehen.

Beide Podiumsdiskussionen wurden moderiert von Alina Götz (taz)


vergangene Veranstaltungen (Vorträge) – Links zu den Videos folgen:

(2) 21.04.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr
Einfach Einsteigen
Herausforderungen und Perspektiven für Nahverkehr und Verkehrswende in Bremen
Seit mehr als 3 Jahren engagiert sich Einfach Einsteigen in Bremen für den Nahverkehr und die Verkehrswende. Zum Beginn unserer Ringvorlesung möchten wir aus unserer Sicht darstellen, worin die Herausforderungen der Bremer Verkehrswende bestehen, welche Beiträge wir mit unseren Konzepten und Initiativen dazu leisten und worin die Chancen und Herausforderungen für diesen Transformationsprozess in den kommenden Jahren liegen.

(3) 28.04.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr
Lisa Buchmann (Volksentscheid Berlin autofrei)
Politische und juristische Strategien für ein autofreies Berlin
Die Initiative Volksentscheid Berlin autofrei möchte per direktdemokratischer Abstimmung Autos innerhalb des Berliner S-Bahnrings weitgehend verbannen. Lisa Buchmann stellt uns die Initiative und ihre Strategien vor. Dabei wird sie über die bisherigen Erfahrungen und bevorstehenden Schritte berichten und die interessanten juristischen Ansätze des Gesetzentwurfs vorstellen. Im Anschluss möchten wir darüber diskutieren, ob und was wir in Bremen daraus lernen können.

(4) 05.05.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr – Veranstaltung auf Englisch
John Niles (expert on transportation technology policy from Seattle, temporarily in Vancouver, co-author of „The End of Driving: Transportation Systems and Public Policy Planning for Autonomous Vehicles)
Challenges for U.S. traffic and public transport arising from the coronavirus pandemic: transformational risks, uncertainties, and opportunities
Der Experte für Verkehrstechnologiepolitik und Co-Autor von des Buches: „The End of Driving: Transportation Systems and Public Policy Planning for Autonomous Vehicles“, John Niles aus Seattle wird über Herausforderungen für den Verkehr und öffentlichen Personenverkehr in den USA im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie sprechen. Dabei geht er unter anderem auf Transformationsrisiken, Unsicherheiten und Chancen ein und erklärt auch, inwieweit Änderungen in Bezug auf den öffentlichen Verkehr und die Verkehrswende zu erwarten sind, mit Joe Biden als neuem Präsidenten und Pete Buttigieg als neuem Verkehrsminister. 

(5) 12.05.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr
Sebastian Kraus (Politik-Analyst in der Policy-Unit des Mercator Research Institute, Arbeitsgruppe Nachhaltiges Ressourcenmanagement und globaler Wandel)
und Dirk von Schneidemesser (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Ko-Kreation und zeitgemäße Politikberatung)
Pop-Up Bike Lanes: Ein erfolgreiches Instrument für die Verkehrswende – auch in Bremen?
Die Pop-Up Bike Lanes in europäischen Städten haben gezeigt, dass Radinfrastruktur schnell mehr Menschen aufs Rad bringen können und dass vielerorts ein großes Aufholpotenzial für den Radverkehr besteht“, so Dirk von Schneidmesser und Sebastian Kraus. In ihrem Vortrag sprechen sie unter anderem darüber, inwiefern deutsche Städte sich gut für die Ausweisung von Pop-Up Radwegen eignen, wie diese neue Pendler*innenstrecken erzeugen und wie mit derselben „Pop-up“ Methode weitere verkehrsberuhigende Elemente für Radverkehr, Fußverkehr und Aufenthalt umgestaltet werden können.

(6) 19.05.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr
Tom Langemann und Andre Trapp
Ländliche Regionen mit der Bahn (wieder) erschließen – Beispielhafte Konzeption des Rhein-Südwestfalen- Express (NRW)
Bis in die 1990er Jahre war die Stadt Olpe im Südosten NRWs an Köln im Schienenverkehr angebunden, jedoch wurde der Verkehr eingestellt, die Strecke stillgelegt und abgebaut. Heute sind große Umwege nötig, um den Hauptknotenpunkt NRWs zu erreichen. Im Sinne der Verkehrswende und Klimadiskussion sollen ländliche Regionen wieder angeschlossen werden, daher haben sich die beiden Studenten Tom Langemann und Andre Trapp an die Entwicklung eines Konzeptes zur Erschließung der Region gemacht und stellen dieses sowie die Entwicklungsschritte vor.

(7) 26.05.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr
Alexander Kaczmarek (DB-Konzernbevollmächtigter für das Land Berlin)
i2030: der Ausbau des Bahnnetzes in Berlin-Brandenburg – Ein Vorbild für Bremen und Niedersachsen?
Unter dem Slogan „Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ verspricht das Projekt i2030 unter anderem bis zu 180km mehr an Bahnstrecke und eine großangelegte Schienenreaktivierung. Das Projekt sieht einen umfassenden Ausbau des Schienennetzes in Berlin und dem brandenburgischen Umland vor und beschreibt die geplante Entwicklung dieser Infrastruktur.
Als Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn im Land Berlin stellt Alexander Kaczmarek dieses Projekt umfassend vor und geht außerdem darauf ein, welche Auswirkungen die Pandemie auf die Deutsche Bahn hat und hatte sowie den Umgang damit.

(8) 02.06.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr
Wolfgang Köhler-Naumann und Sonja Gerling
Parkraumbewirtschaftung ein Instrument der Verkehrswende in Bremen?
Der städtische Parkraum nimmt in den meisten deutschen Städten einen übergroßen Anteil des Gemeinguts „Öffentlicher Raum“ in Beschlag. Damit drängt das Parken von Pkws (sowohl beim legalen Parken, als auch beim Falschparken) die vielfältigen Anforderungen und Wünsche anderer Nutzer*Innen weitgehend an den Rand, bis hin zum Ausschluss bestimmter Gruppen und Nutzungen. Wie lässt sich nun der Wunsch, möglichst allen Bürger*Innen die Teilhabe zu ermöglichen und die gesundheits- und klimapolitische Notwendigkeit, den motorisierten Individualverkehr drastisch zu reduzieren, realisieren?

Wolfgang Köhler-Naumann und Sonja Gerling führen in gesetzlichen Grundlagen und Begrifflichkeit rund um das Parken, dessen Bewirtschaftung und das Management städtischen Parkraumes ein und erklären, welche Bedeutung der Parkraumbewirtschaftung für die Verkehrswende in Städten zukommt. Es werden außerdem einige Aspekte der Bearbeitung dieses Themas in Bremen, u.a. das „Parken in Quartieren“ kurz vorgestellt.

(9) 09.06.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr
Arnaud Passalacqua (Ingenieur, Historiker, Dozent an der Ecole d’Urbanisme de Paris und Co-Direktor des Fare-free transport monitor)
Background, History, Experiences, Situation and perpectives of Fare Free Public Transport in France
Frankreich erlebt derzeit eine neue Welle der Entwicklung kostenloser Nahverkehrs Netzwerke. Diese Welle wird heute hauptsächlich von Dunkerque verkörpert, aber andere Städte wie Montpellier planen, eine solche Politik bald zu übernehmen. Die Debatte um den kostenlosen ÖPNV ist daher sehr lebhaft und die Positionen zu diesem Thema stimmen nicht unbedingt mit den üblichen politischen Spaltungen überein. Arnaud Passalacqua wird daher in seinem Vortrag auf die Gründe zurückzukommen, warum Frankreich einen Kontext bietet, der die Vermehrung von Städten mit kostenlosem Verkehr ermöglicht und befördert, und dies seit den 1970er Jahren. Außerdem wird er, die wichtigsten Fragen und Argumente erörtern, die eine noch nicht sehr ausgereifte Debatte mit vielen vorgefassten Meinungen befeuert.

(10) 16.06.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr
Bettina Fabich (Netzwerkkoordinatorin Anschlussmobilität, Provinz Groningen)
Tjeerd Postma (Projektleiter Wunderline, Provinz Groningen)
Netzwerk Anschlussmobilität/Projekt Wunderline – in knapp zwei Stunden von Bremen nach Groningen?
In etwas mehr als zwei Stunden von Bremen nach Groningen fahren, das könnte bald möglich sein. Das Projekt Wunderline der Provinz Groningen (Niederlande), Niedersachsens und der Freie Hansestadt Bremen setzt es sich zum Ziel die Bahnverbindung zwischen Bremen und Groningen schneller, komfortabler – kurz ansprechender und besser zu gestalten. Dieses Projekt ist aber nicht nur eine reine Infrastrukturmaßnahme, es zielt auch darauf ab, die grenzübergreifende Region von Bremen bis Groningen enger miteinander zu verknüpfen und ihr dadurch einen kräftigen wirtschaftlichen Impuls zu geben. Das Besondere an diesem von Brüssel als Leuchtturmprojekt bezeichneten Projekt ist die enge Einbindung der an der Strecke gelegenen Kommunen, der relevanten Verkehrsverbände, der Schienenbetreiber, der Länder Niedersachsen, Bremen und der Provinz Groningen, und zwar grenzübergreifend. 2024 soll die erste Phase des Projekts Wunderline abgeschlossen werden. Bettina Fabich und Tjeerd Postma stellen das Netzwerk Anschlussmobilität vor, welches ein integraler Bestandteil des Projektes Wunderline ist. Konkrete Ziele des Netzwerkes sind die optimale Gestaltung der für die Wunderline relevanten Anschlussmodalitäten, aber auch Bahnhofsumgebung, Ticketing, Marketing und weitere relevante Aspekte sollen verbessert werden.

(11) 23.06.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr
Mira Ball (ver.di, Bundesfachgruppenleiterin Busse und Bahnen ) und
Taj Salam (Gewerkschaftssekretär Unite the Union, England) (Veranstaltung auf Englisch)
Der Nahverkehr in der Coronakrise: Gewerkschaftliche Herausforderungen im deutschen und britischen Raum

Die Coronakrise hat den ÖPNV in ganz besonderer Weise getroffen. Die Anzahl der Fahrgäste hat deutlich abgenommen und die Unternehmen erleiden Einnahmeverluste in Milliardenhöhe. Da über die gesamte Zeit hinweg der öffentliche Verkehr weiter lief, sind auch Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten von großer Bedeutung. In Europa werden unterschiedliche Antworten auf diese Herausforderungen gegeben. Wie diese lauten, welche Auswirkungen sie für die Beschäftigten haben und welche Antworten die Gewerkschaften geben, wollen wir am Beispiel von England und Deutschland näher betrachten.

(12) 30.06.2021 – Mittwoch, 18-20 Uhr
Christoph Aberle M.Sc. (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Verkehrsplanung und Logistik an der TU Hamburg)
„… dann kaufe ich lieber Essen für mein Kind als eine Fahrkarte“: Wie arme Menschen (nicht) mobil sind und was ihnen ein guter Nahverkehr nützt

Welche Bedeutung hat (guter) Nahverkehr für Menschen in Armut? Wie hängen ÖPNV, Mobilität und soziale Gerechtigkeit zusammen? Das erklärt uns Christoph Aberle von der TU Hamburg, wo er am  Institut für Verkehrsplanung und Logistik arbeitet. Es geht um Mobilitätschancen und darum, dass Mobilität eine notwendige Voraussetzung ist um an der Gesellschaft teilzunehmen.


Update 01.10.2020

Das Public-Transport-Lab findet im Wintersemester 2020/21 an der Universität Bremen erstmalig statt. Mit dem Beginn des neuen Semester Anfang November starten wir ab dem 04.11.2020 mit unserem Modul wöchentlich mittwochs von 10-12 Uhr. Aufgrund der aktuellen Situation wird unsere Veranstaltung ausschließlich als Online-Konferenz angeboten. In kleineren Gruppen können die Studierenden eigene Forschungsprojekte rund um die Themen Nahverkehr und Verkehrswende eigenständig erarbeiten. Dabei werden sie von Einfach Einsteigen unterstützt und können durch wechselnde Gast-Referent*innen die unterschiedlichen Bereiche und Perspektiven dieser Themen kennen lernen. Das Modul ist im General Studies Bereich angesiedelt und offen für alle Studierenden der Universität Bremen, der Hochschule Bremen und der Hochschule für Künste. Anmeldungen sind momentan noch möglich Die Veranstaltungsnummer lautet: 08-zsp-GS-1017. Link zur Veranstaltung für Studierende der Universität Bremen.

Sommersemester 2020

Das Public- Transport-Lab sollte erstmals im Sommersemester 2020 an der Universität Bremen stattfinden. Über 30 Anmeldungen stimmten uns recht optimistisch. Leider mussten wir das Projekt aufgrund der Coronakrise in das Wintersemester 2020/21 verschieben. An der Hochschule Bremen war sowieso ein anderes Format zusammen mit Prof. Carsten Wilm Müller geplant. Wir haben entsprechende Themenvorschläge in dessen Seminar getragen und sind gespannt, ob es trotz Coronakrise gelungen ist, interessante Studienprojekte durchzuführen. Mittlerweile gibt es auch erste Gespräche über ein Public-Transport-Lab an die Hochschule für Künste. Schreib uns, wenn wir Dich informieren sollen, wenn genauere Informationen zur Verfügung stehen.